Vorsicht Zecken!

Schönes Wetter ist toll und wenn man einen Garten hat in dem man das Wetter entsprechend genießen kann ist das umso schöner. Doch es lauern auch Gefahren durch Zecken. Während sie für Hunde und Katzen weitgehend ungefährlich sind, können sie beim Menschen für ganz erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen sorgen.

Zecke sucht einen Wirt

Zecke sucht einen Wirt

Die Zecken gehören zu den Spinnentieren und ernähren sich vom Blut ihrer Wirte. Hierzu nutzt sie ihre scherenartigen Mundwerkzeuge (Cheliceren) und reißt damit die Haut des Wirtes auf. Mit ihrem Stachel (Hypostom) hält sie diese Wunde dann so geöffnet, dass sie laufend mit Blut vollläuft. Dieses Blut saugt die Zecke dann auf um sich davon zu ernähren.

Die wohl bekannteste Zecke im deutschen Raum ist der Holzbock (Ixodes ricinus) der zur Familie der Schildzecken gehört. Bei einem unbemerkten Biss dieser Zecke kann es bis zu vierzehn Tage andauern, bis die Zecke wieder abfällt. Gut beobachten kann man dies bei Katzen und Hunden. Auf dem folgenden Bild sind zwei Zecken zu sehen, die sich mit Blut voll gesogen haben. Beide haben wir von unserem Kater entfernt.

Voll gesogene Zecken

Voll gesogene Zecken

Links eine Zecke im Anfangsstadium des Blutsaugens heraus gedreht. Recht eine Zecke die schon recht lange am Wirt Blut gesogen hat. Das Blut saugen die Zecken in den Darm. Das ist der Graue Beutel bei der rechten Zecke. Die Originalgröße betrug bei der Aufnahme etwa fünf Millimeter. Die Zecke auf der linken Seite war etwa drei Millimeter groß. Der Beutel ist extrem strapazierfähig. Man muss schon enormen Druck aufbringen um die Zecke zu zerquetschen. Dies sollte man nicht machen, denn die eventuell enthaltenen Bakterien sind für uns Menschen nicht gerade zuträglich.

Insgesamt können mehr als 50 verschiedenen Krankheiten durch Zecken übertragen werden. Die wohl bekanntesten sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Borreliose ist in Deutschland die häufigste  Krankheit die durch Zecken übertragen wird.  hierbei handelt es sich um ein Bakterium das spiralförmig ist und die Krankheit verursacht. Bei Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, handelt es sich um einen Virus. Dieses Virus greift das zentrale Nervensystem an und kann somit tiefgreifende Schäden verursachen.

Wenn wir eine Zecke entdecken, dann drehen wir sie vorsichtig heraus. Wichtig ist, dass die Zecke komplett entfernt wird. Man sollte darauf achten, dass man die Zecke nicht abreißt und der Kopf stecken bleibt. Wenn möglich sollte ein Arzt aufgesucht werden, der sich den Zeckenbiss ansieht und entsprechende Maßnahmen einleitet. Bei Katzen und Hunden hat sich die Zeckenzange bewährt. Mit ihr packen wir die Zecke präzise und fest an um sie dann gegen den Uhrzeigersinn heraus zu drehen.

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